Am 8.3.2018 fand das 19. Schachseminar in Biedermannsdorf statt. Diesmal waren wieder 12 Teilnehmer dabei. Das Thema „Bauernendspiel“ war sehr interessant und für viele Teilnehmer neu. Überraschenderweise war auch ein Reporterteam von N1-TV da.
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger Thema: Paukkurs Bauernendspiel
Beschreibung: Nirgendwo sonst unterscheidet sich der Profi so vom Amateur wie in Bauernendspielen: Ohne Insider-Wissen ist man verloren! Wir erarbeiten das lebensnotwendige Wissen zur richtigen Einschätzung jedes Bauernendspiels: Wie verwertet man einen Mehrbauern? Wie hält man mit einem Bauern weniger remis? König und letzter Bauer gegen König.
Dazu alle Basis-Tricks: Opposition, entfernter Freibauer, gedeckter Freibauer, Durchbruch, Quadratregel, Dreiecksnutzung – garniert mit lustigen Hoppalas!
Zuletzt der große Praxistest: Abwickeln ins Bauernendspiel – ja oder nein?
Die wichtigsten Merkregeln für Köing und ein Bauer gegen König
1. Der König muss vor dem eigenen Bauern sein 2. Opposition einnehmen – Opposition = die Könige stehen sich gegenüber, nur ein Feld ist dazwischen 3. Der König auf der 6. Reihe vor dem Bauern gewinnt immer. 4. Gewinnmotiv: Gasse für den Bauern bilden.
Am 30.11.2017 fand das 18. Schachseminar in Biedermannsdorf statt. Diesmal waren 12 Teilnehmer dabei.
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger Thema: Wie gewinne ich eine gewonnene Partie?
Hadern Sie oft kopfschüttelnd: „So etwas verlier ich noch?“ Was nützt das zuvor meisterliche Spiel, wenn man die erreichte Gewinnstellung nicht gewinnen kann? Meist nimmt man die Sache viel zu leicht und unterschätzt die letzten Schwindelchancen des Gegners. Wir trainieren insbesondere, gegnerische Gefahren zu erkennen und jegliches Gegenspiel zunichte zu machen. Wir suchen Wege, den Vorteil möglichst sicher zu verwerten! Mit vielen Tipps zu Gefahrenerkennung, Abwicklungstechnik und mentaler Einstellung.
Ein Leitfaden für Gewinnstellungen. (So kann nichts mehr schiefgehen 😉 1. Vereinfachen durch (vernünftigen) Abtausch 2. Gegenspiel verhindern – Gefahrenquellen lokalisieren – Mächtigste gegnerische Angriffsfigur tauschen. – Gegnerische Freibauern nicht unterschätzen – Auf Königssicherheit achten 3. Konkreten Gewinnplan entwickeln 4. Unnötige Verwicklungen vermeiden. Einfache Varianten wählen, wenn es sie gibt 5. Nicht zu gierig sein! Nichts übereilen. 6. Der einfachste Gewinn ist ein gewonnenes Bauernendspiel.
Am 9.3.2017 fand das 17. Schachseminar in Biedermannsdorf statt. Diesmal waren 15 Teilnehmer dabei,
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger Thema: Löcher am Brett (Positionsspiel-Training: Löcher erkennen und ausnutzen!)
Ein „Loch“ ist ein Feld, das von Bauern nicht mehr angegriffen werden kann. Dort fühlen sich unsere Figuren besonders wohl. Im Idealfall kriechen alle Figuren über solche Löcher in die geschwächte gegnerische Stellung. Schon die Suche nach diesen Löchern ist spannend – man muss einen Blick dafür haben! Jeder kleine Bauernzug kann ein großes Loch schaffen. Wir trainieren: Löcher erkennen, Löcher besetzen und diesen Vorteil dann kombinatorisch auszunutzen. Für passionierte und angehende Positionsspieler.
Am 3.11.2016 fand das 16. Schachseminar in Biedermannsdorf statt. Vortrag: Dr. Martin Stichlberger
Thema: Die Eröffnungs-Detektive
Wollen Sie „Kurzpartien-Kaiser“ werden? Jeden Eröffnungspatzer des Gegners schon 10 Meilen gegen den Wind riechen? Entscheidend ist die Fähigkeit, eine verdächtige Konstellation möglichst früh zu erkennen! Wir trainieren genau das! Die Fehler lauern überall, sie warten nur darauf, gemacht zu werden: Ungedeckte Figuren, verstellte Felder, verlaufene Damen, Fesselmotive in der e-Linie, Gabelkonstellationen, Schwäche f7, usw. – Für alle, die Spaß daran haben, ab dem 1. Zug gegnerische Fehler zu wittern!
Diesmal waren 12 Teilnehmer dabei, die jetzt die Eröffnung mit anderen Augen sehen.
Am Beginn wurden die überaus wichtigen Eröffnungsregeln wiederholt. 1. Figuren rasch entwickeln (Springer, Läufer) 2. Zentrum besetzen (mindestens 1 Bauern ins Zentrum) 3. König in Sicherheit bringen (Rochade) 4. Keine Figur 2x ziehen (Tempoverlust) 5. Nichts verstellen (Läufer brauchen freie Bahnen) 6. Figuren auf günstige Felder platzieren (ein Springer steht im Zentrum besser als am Rand) 7. Vorsicht bei Bauernzügen (ein Bauer kann nicht mehr zurückgezogen werden) 8. Dame nicht zu früh rausbringen (wenn die Dame angegriffen wird, ist es meist ein Tempoverlust) 9. Gegner an der Entwicklung behindern (ein Läufer könnte die Rochade verhindern) 10. a) 3 Tempi = 1 Bauer b) gegnerische König auf der 6. Reihe = 1 Leichtfigur
Danach haben wir gemeinsam einige Eröffnungsfehler (aus zum Teil Großmeisterpartien) analysiert. Nach der Pause waren wir selbst gefordert, am Brett Lösungen zu finden. Thema Eröffnungsdetektive „Fälle zum Lösen“
Hier ein Beispiel nach dem Motto „Auch Großmeister machen Fehler in der Eröffnung“
Schwarz ist am Zug …..
…. und spielt b7-b6
Die Rochade wäre ein guter Zug. Welcher weiße Zug gewinnt sofort?
Am 7.4.2016 fand das 15. Schachseminar in Biedermannsdorf statt.
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger
Thema: Trost und Rat im Endspiel
Sie vermeiden jedes Endspiel, sogar wenn es gut ist? Weg mit den Vorbehalten! Wir widmen uns den praktischen Endspielen – keine Theorie, sondern Partiebeispiele! Lebendige Endspiele, wo noch einiges am Brett ist, wo viele Wege möglich sind. Wir trainieren, den richtigen Plan zu finden: Abholzen, König zentralisieren, Freibauern forcieren oder gar Mattmotive suchen? Was abtauschen und was behalten? Aktiv oder passiv spielen? Endspiel-Grundregeln – welche gelten wann? Für Hobbyspieler, um Endspiele künftig mit Selbstvertrauen und gesundem Hausverstand zu meistern. Und für alle Turnierspieler, die ihre Endspielphobie loswerden wollen.
Am 26.11.2015 fand das 14. Schachseminar in Biedermannsdorf statt.
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger
Thema: „Wie gut war mein Zug?“ Diesmal war Mitarbeit gefragt. Eine Partie wurde so besprochen, dass jeder Teilnehmer einen Vorschlag für jeden weißen Zug machen musste. Die Vor- und Nachteile dieser Zugvorschläge wurden besprochen. Damit hatte jeder sofort ein Feedback über die Qualität seiner Züge.
Hier ist die kritische Stellung. Weiß ist am Zug. Wie spielt Weiß weiter? Passiv auf Sicherheit oder aktiv mit Change auf Angriff?
Das ist Mut, droht aber Matt auf h7
Schwarz schlägt den Läufer und sagt Schach.
Nach 13. hxg5 muss Schwarz das Matt mit 13. …. g7-g6 verhindern. Was macht jetzt Weiß?
Die Figuren des Gegners verschieben zu können, das wäre traumhaft! Diese beiden Motive sind mächtige Werkzeuge dafür. „Wo sollte eine gegnerische Figur stehen, damit ich gewinne? Welche Figur verhindert meinen Plan?“ Wie durch Zauberhand lenken wir gegnerische Figuren auf jene Felder, die günstig für uns sind. Hinlenkung- und Ablenkung können Partien sofort entscheiden und werden dennoch (zu) oft übersehen. Mit den „Schachimedes-Foltern“: Stresstraining und Kombinationsparcours.
Am 30.10.2014 fand das 12. Schachseminar in Biedermannsdorf statt.
Vortrag: Dr. Martin Stichlberger
Thema: „Die ungedeckte Figur„
Das Rezept wäre ganz einfach: Ungedeckte gegnerische Figur entdecken – Kombination finden – Figur erobern! Wichtig ist es, das Brett mit diesen Augen zu betrachten. Das rote Alarmlämpchen im Hirn muss anspringen, wenn irgendwo eine ungedeckte Figur auftaucht – und das ist oft! Wir trainieren, mit welchem Kombinationsmotiv die ungedeckte Figur erobert werden kann: Doppelangriff, Fesselung, Spieß, Hinterstellung oder natürlich Beseitigung der Deckungsfigur! Vom kleinen Trick bis zur langen Traumkombination.
Wieder ein interessantes Thema. Diese Tipps können wir bei jeder Schachpartie brauchen.